
Dieses mal fiel die fete de la musique nicht ins Wasser, sondern präsentierte sich bei besten Wetter und temperaturen um 25 Grad, perfekt für einen Montag ohne Arbeit.
Wie immer findet die „fete“ genau am 21.06 statt, ohne rücksicht auf Wochentage oder Wettervorhersagen.
Nachdem es mich die letzten Jahren viel nach Kreuzberg gezogen hatte, blieb ich diesmal ausschließlich in Friedrichshain und ersparte somit das radeln, da ich mich fast nur im Simon-Dach-Kiez aufhielt.
irgendwo Pflicht ist es die großen locations abzucheken. Bevor ich in Casiopeia gehe, komme ich noch am Café Soziale vorbei wo Curv sowie jeden Montag Elektronische Feinkost von den Platte auf die Ohren der zuhörer serviert.
Im Cassiopeia war anfangs „Bastardo Four“ ein guter Rock’n Roll Motörheadverschnitt, nur leider war 16.45 Uhr viel zu früh für Rock’n Roll.
Weiter gings Richtung Feuermelder zu einer weiteren Rock, Metal Bühne. zwischendurch hilt mich aber noch die Solodarbietung des Singer-/Songwriters fest. Wird zeit sich auch mal beim ersten Bier zu entspannen und auf den nächsten Künstler zu warten. Der kam nicht. Dafür warf der veranstallter der Primitiv Bar die Hufen und stieg in seine Steppschuhe, schmiss die Musike an und kredenzte eine actionreiche und feurige Steppnummer. irgendwann kamen dann doch noch Musiker.
Im Feuermelder gab ein bischen Hardcore, Speechcore irgendwie soetwas in der richtung.
Ach, zwischendurch mal noch nen Kaffee schlurfen und vor dem RAW auf „The Genetik Mistake“ treffen. Ziemlich gute Rocker, als modern-primitiv verkleidet rocken die Straße und lässt den Straßenverkehr stocken weil sich eine immer größer werdene Traube bildet.


Vor dem Waschsalon, ja ein Waschsalon, spielten sich altgediente Musiker in die Herzen der Zuschauer, gefühlte 130 Jahre Spielerfahrung spielen wunderbare Evergreens. Der frei dazugekommene Saxophonist eröffnet weitere Stimmungen, großartig.




Am Boxi, spielt angeblich eine Doom-Metal-Band, ich fands ehr langweilo. An der Primitiv Bar explodiert die Straße mit Balkan-Pop, Fidel. Auf den Kreuzungen bauen jungbegabte ihre Boxen auf und Instrumente auf, schallen von angemieteten LKWs runter usw. Musik aller Stile und Stimmungen machen die fete de la musique so interessant. Anderswo spielt man Reggea, Dub, Elektro, Klassik, Barock, u.v.m.. Langsam wird dunkel in Friedrichshain die Stimmung etabliert sich auf den Hohepunkt. In den Clubs geht die fete weiter. Auf den Straßen spielen Bands und Musiker noch eine zugabe nach der anderen, aber auch hier ist gegen zehn, halb elf, schluss. Es ist Montags der 21.06. Morgen müssen die vielen kleinen Leutchen wieder frisch und munter zur Arbeit.
Alle Jahre wieder fete de la Musique 21.Juni.


